Summerschool I und II an der TU Berlin

Im Frühjahr 2017 leiteten wir einen 6-wöchigen Kurs für Studierende aus USA an – im Sommer wird es mit einem Kurs für Studierende aus Kanada weitergehen. Beide finden an der Technischen Universität Berlin statt. Sie sind Fortführungen unseres DIY-Häcksler-Projekts, siehe unten.

Im Frühjahr haben wir in den Metallwerkstätten der Linienhöfe und des Instituts für Mechanik mit fünf Studierenden aus den USA einen Trichter für einen Grünschnitthäcksler gebaut. Der Bedarf besteht nach einem solchen nicht vom Stromnetz oder fossilen Brennstoffen abhängigen Häcksler unter anderem in Gemeinschaftsgärten in Berlin.

Einen Trichter braucht’s damit das Häckselgut sicher und anti-verstopfungs-technisch optimal eingeführt werden kann. Schweißen und Bauen und Dokumentieren stand schließlich als praktische Tasks auf dem Plan. Nicht zuletzt war die Summerschool aber auch ein Reise von Gemeinschaftsgärten über offene Werkstätten bis zur TU-Werkstatt auch eine kleine Vorstellung verschiedener Ansätze sich gemeinschaftlich und der Öffentlichkeit zugänglich zu organisieren. Das hat die Studierenden auch beeindruckt.

Im Sommer geht es weiter mit 6 Wochen rund um eine weitere Fahrradmaschine: Ein ebenfalls fahrradbetriebener Häcksler, diesmal zum Zerkleinern von Plastik, soll entstehen. Plastik zu zerkleinern ist ein wichtiger Aufbereitungsschritt, will man es anschließend der stofflichen Wiederverwendung zuführen zu können. Diese Aufbereitung kann zum Beispiel so aussehen: die sauberen und trockenen Plastikschnipsel werden geschmolzen und kommen dann als Filament im 3D-Drucker zum Einsatz. Mit 3D-Druckern lassen sich dreidimensionale Gegenstände, bspw.  Ersatzteile, die es es so im Laden nicht (mehr) gibt, drucken. Den Zusammenbau eines Schneidwerks, eines Trichters, Ständers und den Antrieb zu befestigen sind die Arbeitspakte dieser Summerschool. Wir sind gespannt!